Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen

Ländliche Räume in Deutschland stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen. Sie sind vom demografischen Wandel überdurchschnittlich betroffen, sorgen sich um den Erhalt ihrer Wirtschaftskraft und Lebensqualität und müssen große Anstrengungen unternehmen, um ihren Bürgerinnen und Bürgern eine ausreichende Daseinsvorsorge und Nahversorgung anbieten zu können. Schnell ist ein „Teufelskreis“ erreicht, der die örtlichen Handlungsspielräume immer mehr einengt.

Als eine von 18 Modellregionen in Deutschland wurde der Salzlandkreis für das Vorhaben ausgewählt, um Versorgung und Mobilität im Landkreis langfristig zu sichern. Es ist damit die einzige Region in Sachsen-Anhalt.

Ziel

Es sollen dabei standortplanerische und verkehrsplanerische Ansätze zusammengeführt werden. Ziel dieser Doppelstrategie ist es, Angebote der Daseinsvorsorge mittel- bis langfristig an räumlich möglichst günstigen Standorten zu bündeln, um damit deren wirtschaftliche Tragfähigkeit und Erreichbarkeit langfristig sicherzustellen. Der kombinierte Ansatz bietet auch einen geeigneten Weg, um bereits andernorts praktizierte „gute Beispiele“ in ein integriertes Mobilitätskonzept einzubinden.

Vorgehen

Der strategische Ansatz des Modellvorhabens setzt auf eine freiwillige, oft aber auch notwendige Kooperation der betroffenen Gebietskörperschaften bei der Organisation und Sicherstellung der Daseinsvorsorge. So sollen z.B. gebäudebezogene Infrastrukturen der öffentlichen Daseinsvorsorge (v.a. Kindertagesstätten, Schulen, Feuerwehr, Rettungswesen, Einrichtungen der medizinischen Versorgung und Pflege) und Angebote der Nahversorgung mittel- bis langfristig innerhalb von Gemeinden oder gemeindeübergreifend (in sogenannten „Kooperationsräumen“) an räumlich möglichst gut erreichbaren Standorten gebündelt werden.

Aus den Ergebnissen des Modellvorhabens sollen am Ende Schlussfolgerungen für weitere Rahmensetzungen des Bundes gezogen und Hinweise auf weitere Effizienzpotenziale bei der Schaffung von Kooperationsräumen und der Organisation von Mobilität auf regionaler Ebene erarbeitet werden.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur gefördert. Der Salzlandkreis hat das RKW Sachsen-Anhalt mit dem Projektmanagement beauftragt.

Projektlaufzeit

01/16 bis 07/18

Kooperationen und Partner

Salzlandkreis
Fraunhofer IFF

Förderung

BMVI
BBSR